Dienstag, 21. Februar 2012

Tongariro National Park


Aufgewacht in: Adventure Lodge & Motel, National Park (2/5)

Die Tongariro Alpine Crossing gilt als schönste Eintagestour Neuseelands. Ob sie das tatsächlich ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich habe sie heute zwar gemacht, aber so gut wie nichts gesehen. Das Wetter war ziemlich schlecht, die Wolken hingen sehr tief und die Sicht in den Wolken betrug etwa 20 Meter. Dazu blies ein eisiger Wind und immer wieder setzte Regen ein.
Irgendein Krater. Nur welcher?
Dank meiner Super-Duper-Outdoorausrüstung machte mir das nicht viel aus, na ja, Handschuhe wären vielleicht ganz praktisch gewesen, aber zahlreiche andere Leute machten sich in T-Shirts und kurzen Hosen auf den Weg. Die gefühlte Temperatur lag in der Nähe des Gefrierpunkts. Ich hatte eigentlich vorgehabt Mount Tongariro zu besteigen, aber an der Abzweigung zum Gipfel war die Sicht so schlecht, dass man kaum die nächste Streckenmarkierung sehen konnte. Nachdem die Besteigung also ausgeschieden war und es absolut nichts zu sehen gab, bin ich die Strecke mit Höchstgeschwindigkeit durchgewandert.
Hatte was von Mordor...
Von den Kratern habe ich nur weiße Abgründe wahrgenommen, die Emerald Lakes konnte man mehr riechen als sehen und der Wind dort war mörderisch, aber eben dieser Wind riss dann für ein, zwei Minuten die Wolken auf und erlaubte einen kurzen Blick auf die Seen.
Einer der Emerald Lakes.
Nach 4 1/2 Stunden und etwa 19,5 Kilometern war ich dann am Ziel und musste noch zwei Stunden auf den Transport warten. Für die nächsten paar Tage war es wohl die letzte Gelegenheit, die Tour zu machen. Erstmal soll es regnen und sehr stürmisch werden, am Samstag soll die Schneefallgrenze sogar auf 1500 Meter sinken.
Lake Rotoaira.
Gegen drei Uhr war ich zurück in der Lodge. Das Wetter war inzwischen recht schön geworden. Wolkig zwar, aber immer wieder kam die Sonne durch. Also setzte ich mich ins Auto, fuhr nach Whakapapa und nahm dort noch den 7 Kilometer langen Silica Rapids Track in Angriff. Der Track war zum Auswandern sehr schön geeignet: keine größeren Höhenunterschiede, gute Wegbeschaffenheit und landschaftlich sehr abwechslungsreich.
Silica Rapids.
Die Silica Rapids selber waren eher enttäuschend, aber auf dem Rückweg ergaben sich fantastische Ausblick auf Mount Tongariro und seine Brüder. Inzwischen war das Wetter so gut, dass der Gipfel von Mount Tongariro völlig wolkenlos dalag! Tja, wir waren eben doch viel zu früh aufgebrochen... Fairerweise muss man sagen: das Wetter ändert sich hier sehr schnell. Eine Stunde später war der Gipfel schon wieder hinter Wolken verschwunden.
Tongariro, Pukekaikiore und Ngauruhoe.
Da ich schon in Whakapapa war, fuhr ich noch zur Whakapapa Ski Area, dem höchsten mit dem Auto erreichbaren Ort auf dieser Seite des Mount Ruapehu. Dabei kamen mir zwei Skater entgegen! Genauer: erst ein Auto, das wohl nach vorne abschirmte, dann zwei Skater, davon einer mit Videokamera und hinterher wieder ein Auto, wobei die Beifahrerin auch filmte. Vielleicht gibt es das Filmchen ja irgendwann auf Youtube...
Leider war es inzwischen ziemlich diesig geworden, so dass die Aussicht nicht mehr so toll war.

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