Samstag, 25. Februar 2012

Napier und Cape Kidnappers


Aufgewacht in: Criterion Art Deco Backpackers, Napier (3/5)

Dass die Nacht schwierig werden würde, hatte ich schon am Vorabend befürchtet. Auf der Straße, direkt gegenüber von meinem Zimmer, war ein Irish Pub und der sorgte für Stimmung, bis etwa gegen 3 Uhr am Morgen. Selbst mein Oropax konnte wenig ausrichten. Dementsprechend wenig schlief ich in dieser Nacht. Gegen Viertel vor Sieben stand ich dann ganz auf und schlenderte ans Meer. Jetzt sollte eigentlich die Sonne aufgehen, aber es hatte Wolken und es war nichts zu sehen.
An diesem Tag schien der Sommer auch hier eine Pause zu machen. In den Wetterreports des Met Service war Napier in letzter Zeit immer der wärmste Punkt gewesen. Nun war es recht kühl, mehr als 20 Grad gab es nicht, dazu war es wechselhaft und hin und wieder nieselte es.

Art Deco.

Napier ist für sein Art Deco bekannt, ganz bescheiden nennt es sich Art Deco Capital, und es gibt ein Faltblatt mit einem Walk, der an den interessantesten Gebäuden vorbei führt. Die erste Hälfte dieses Walks nahm ich mir am Vormittag vor, die zweite Hälfte dann am Abend. Am Abend war Napier wie ausgestorben und ich konnte zum Betrachten der Häuser problemlos mitten auf der Straße gehen.
Spanish Mission Style.
Unterbrochen wurde dieser Kunstspaziergang von einem Strandspaziergang. Ich fuhr nach Clifton, von wo aus ich eine Wanderung immer am Strand entlang zum Cape Kidnappers machte. Diese Wanderung ist tidenabhängig, da manche Strandabschnitte erst ab einem bestimmten Wasserstand passierbar werden. Ich musste an einer Stelle dann tatsächlich 40 Minuten warten, bis ich trockenen Fußes weiterkam.
Bei Hochwasser wirds eng...
Das Kap ist deshalb berühmt, weil es hier eine Kolonie von Tölpeln gibt. Also von Vögeln, nicht von ungeschickten Menschen. Wobei letzteres vermutlich lustiger wäre...
Nun ja. Offensichtlich gibt es viele Leute, die sich für Vögel interessieren. Während ich auf das Fallen des Wassers wartete, fuhren 3 Traktoren mit Anhängern an mir vorbei. Jeder Anhänger war voll mit Touristen beladen.
Cape Kidnappers.
Das Kap war ganz hübsch, die Vögel waren, nun ja, eben Vögel. Ich kann mit Tieren einfach überhaupt nichts anfangen. Das Besondere war wohl, dass so viele Vögel auf einem Fleck saßen. Es stank auf jeden Fall fürchterlich.
Das sind sie: Tölpel.
Gegen Ende meines Art Deco Walks fing es dann an zu regnen und so verbrachte den Abend mit einer furchtbar lästigen Tätigkeit: Bloggen.


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