Sonntag, 12. Februar 2012

Bay of Islands

Nach der Auto-Etappe gestern war heute wieder etwas Entspannen angesagt. Auf dem Programm stand ein Trip mit der R. Tucker Thompson durch die Bay of Islands. Die Tucker ist ein Traditionsschiff, vom Typ her ein gaffelgetakelter Schoner. Die Crew bestand aus 3 Leuten, dazu kamen etwa 20 Touris, die beim Segelsetzen, -trimmen und -bergen mitanpacken mussten.
Tucker vor Anker in der Bay of Islands.
Der Skipper gab sich alle Mühe dem Klischee des englischen Seebären zu entsprechen: gestutzter Vollbart, ein Tau an Stelle eines Gürtels und an diesem ein Segelmesser. Dazu fuchtelte er immer mit einem Belegnagel herum und schaute grimmig. Am Ende hat er dann noch (sehr schlecht) gesungen. Sehr originell.
Skipper (nicht am Steuer).
Am Vormittag war es recht bewölkt und und der Wind stand still. Also sind wir eben rausmotort nach Motuarohia Island, wo es eine Stunde Landgang gab. Unterwegs wurden als Frühstück Scones mit Erdbeermarmelade und Sahne serviert. Vom Gipfel von Motuarohia Island hatte man einen wirklich phantastischen Ausblick über die Bay.
Blick über Motuarohia Island.
 Zurück an Bord gab es einen sehr leckeren BBQ-Lunch und da inzwischen ein 3er-Wind aufgekommen war, wurde auf dem Rückweg alles Tuch gesetzt und wirklich gesegelt. Als dann kurz vor Vier der Landwind mit einer kräftigen 4 aufkam, war unser Trip leider schon zu Ende. Na ja, sei's drum, war trotzdem ein schöner Ausflug, sehr entspannend und unbedingt empfehlenswert.
Unfassbar viele Leinen und Blöcke.
Noch einmal die Bay.

Nach der Rückkehr aus Russel stattete ich noch den Waitangi Treaty Grounds einen Besuch ab. Dort wurde 1840 ein Vertrag zwischen englischer Krone und den Maori unterzeichnet, der als Beginn des neuseeländischen Staates gilt. Man kann das Haus des ersten britischen Gesandten in NZ besichtigen, dazu gibt es ein Maori-Versammlungshaus, ein Kriegskanu und einen sehr schönen Park. Ob das allerdings 25 NZD wert ist, ich weiß es nicht.
Eigentlich wollte ich noch die Haruru-Falls ansehen, aber es war schon ziemlich spät und das Hostel in Kaitaia hatte mich gebeten vor 20 Uhr da zu sein. Also bin ich ohne Halt auf dem SH10 weiter nach Norden gefahren. Die Landschaft war wieder absolut atemberaubend und es tat mir echt weh, dass ich keine Zeit hatte, anzuhalten. Um 19:50 bin ich dann gerade noch rechtzeitig angekommen.



Neuseeland, Sonntag, 12. Februar 2012 auf einer größeren Karte anzeigen

2 Kommentare:

bdb hat gesagt…

Ich hoffe, ich finde noch die Zeit, den Samstag nachzureichen...

mhx hat gesagt…

Und ich hoffe, der Trip auf der Tucker hat zumindest ein wenig für den "Törn" in Auckland entschädigt... :) Viel Spass im hohen Norden! ;)

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