Dienstag, 14. Februar 2012

Kauri Forest


Gleich hinter Omapere beginnt der Waipoua Kauri Forest und dort habe ich den heutigen Vormittag verbracht. Gleich zu Beginn erwies ich Tane Mahuta meine Reverenz. Der Gott des Waldes ist der größte lebende Kauri-Baum und absolut beeindruckend.
Tane Mahuta.
Danach ging es ein kleines Stückchen weiter zu den Kauri Walks. Das sind 3 kurze Touren durch den Wald zu besonderen Kauri-Bäumen. Eine Tour führt zu Te Matua Ngahere, dem zweitgrößten lebenden Kauri. Eine weitere zu den Four Sisters, vier miteinander verwachsenen Kauri-Bäumen und der letzte zu Yakas, dem 7. größten Baum. Zu letzterem wandert aber kaum jemand, vermutlich ist die Nummer 7 nicht wirklich zugkräftig und außerdem ist die Strecke am längsten. Das ist sehr schade, denn es ist ein sehr schöner Weg durch den Regenwald. Unterwegs kommt man an Dutzenden namenlosen großen Kauris vorbei, an einer Stelle, "Cathedral Cove", stehen sie so dicht, dass sie in der Tat den Eindruck einer Kathedrale erwecken.
Schuhreinigung vor dem Betreten des Kauri-Waldes.
Nach dem Waipoua Kauri Forest steuerte ich den Trounson Kauri Park an. Dort gibt es auch einen Rundweg durch den Regenwald, wenn man allerdings zu Yakas gewandert ist, kann man sich den Park sparen, neue Eindrücke gibt es dann so gut wie keine.

Regenwald. Undurchdringlich.
Der Rest des Tages war dann so eine Art "Überführungsetappe". Ich bin zurück nach Süden, habe es in Auckland gerade noch vor der Rushour durchgeschafft und bin dann weiter nach Osten bis nach Thames auf der Coromandel Halbinsel gefahren. Diesmal habe ich die Maustrecke umgangen und bin die alte Straße gefahren. Die hat zwar viel mehr Kurven, dauert länger, ist aber auch viel schöner.
Thames wird als "Gateway to Coromandel" bezeichnet - und das ist es auch: ein Tor, durch das man am Besten schnell durchfährt. Die Stadt ist eine alte Goldgräberstadt und strahlt diesen sehr pragmatischen, amerikanischen Stil immer noch aus. Sie besteht nur aus Einfamilienhäusern zwischen denen Straßen mit 4 Spuren verlaufen (Parken links, Fahren links, Fahren rechts, Parken rechts). Alle Läden liegen an einer (gefühlt) 2 Kilomter langen Straße, zusätzlich gibt es noch eine Mall mit McDonalds und KFC. Die Mall verbaut intelligenterweise den Zugang zum Meer.
Die Hauptstraße von Thames.
Die Läden schließen schon um 17:00 Uhr, danach ist die Straße wie ausgestorben. Nur billige japanische Autos fahren mit zu viel Gas die Straße hoch und runter. Der Backpacker liegt zwischen lauter Einfamilienhäusern, einer der Nachbarn schimpft schon eine halbe Stunde, jedes zweite Wort ist "Fuck".

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