Montag, 6. Februar 2012

Die Reise beginnt


Es geht endlich los - und ich bin todmüde...
In der letzten Nacht habe ich nicht besonders gut geschlafen, sei auf Grund der Vorfreude oder auf Grund von "das muss ich noch tun"-Gedanken, eine gewisse Anspannung war auf jeden Fall vorhanden. Als ich gegen halb Sieben mal wieder aufgewacht bin habe ich die Nacht beendet und bin aufgestanden. Ich hatte am Vortag bemerkt, dass mein iPod fehlte und war mir sicher, dass er noch bei der Arbeit sein musste. Also bin ich gleich ins Auto gesprungen und bin nochmal nach Böblingen gefahren. Dreißig Stunden Flug ohne Beschallung sind doch ziemlich schwer vorstellbar. Das Thermometer zeigte um diese Zeit, kurz vor Sonnenaufgang, -19,5 Grad.
Um kurz nach Sieben war ich dann schon wieder auf dem Rückweg und wie an jedem Montag zu dieser Zeit hatten sich alle Straßen, die Richtung Stuttgart führen, in einen großen, langen Parkplatz verwandelt. Der Gedanke, dass die alle zur Arbeit fuhren, während ich ich auf der freien Gegenrichtung auf dem Weg in den Urlaub und in die Wärme war, hat mir dann doch ein ziemlich dickes Grinsen aufs Gesicht gezaubert.
Das Grinsen verflog aber recht schnell wieder denn zwischen Gärtringen und Nufringen stand ein Auto mit Warnblinklicht am Straßenrand und eine Frau fuchtelte aufgeregt. Als perfekt ausgebildeter Ersthelfer (ha, ha) habe ich natürlich sofort angehalten. Es war aber harmlos: ihre Kühlflüssigkeit war eingefroren, sie hatte Ersatz dabei, bekam aber den Verschluss zum Kühlmittelbehälter nicht auf. Ich habe ihn ohne Probleme aufbekommen, vielleicht hätte sie einfach nur ihre Handschuhe ausziehen sollen...
Den Vormittag verbrachte ich mit Packen und um 14:20 Uhr brach ich dann Richtung Frankfurt auf. Das war sehr früh, der Flug startet erst um 22:20 Uhr und Check-In-Schluss ist 2 Stunden vorher, aber ich habe in den letzten 2 Jahren keine Probleme mit der Bahn gehabt. Ich war also fällig und wollte nichts riskieren. Der Zug hat Frankfurt dann tatsächlich mit 45 Minuten Verspätung erreicht aber so kam ich gerade rechtzeitig zum Check-In-Beginn. Die offizielle Qantas-Waage zeigte 22,3 Kilogramm, ich selber hatte mit meiner Reisegepäckwaage 21 Kilogramm gemessen. Gut, dass ich als Ingenieur so großzügige Sicherheitsmargen einplane ;-)
Die Sicherheitskontrolle habe ich schon passiert, das Einsteigen sollte in einer halben Stunde beginnen. Die Fraport AG ist übrigens inzwischen so nett, ein halbe Stunde kostenloses WiFi zu spendieren. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.