Samstag, 11. Februar 2012

On the road


Raus aus der Stadt, rein ins Auto und los ins neuseeländische Roadmovie.
Die Fahrt führte mich auf dem östlichen Teil des "Twin Coast Discovery Highway" nach Norden, bis Paihia. Den ersten längeren Halt legte ich an einer BP-Tankstelle ein um die Autobahnmaut zu bezahlen. Leider gab es nur ein funktionierendes Bezahlterminal, so dass die Sache etwas länger dauerte. Abgelenkt wurde ich durch die Auslagen eines Cafes, die alle sehr, sehr lecker aussahen. Ich glaube Marcus hatte in seinem Blog vor dieser Maut-Cafe-Kombination gewarnt, aber ich bin trotzdem darauf hereingefallen. Gott sei Dank! Sowohl die Sandwiches als auch die Muffins die ich dort gekauft habe waren nämlich wirklich grandios.
In Puhoi legte ich den ersten kurzen Stopp ein. Zu sehen gab es eine böhmische Kirche, sehr pittoresk. Leider hat ein Bus voller deutscher Touristen den Blick versperrt.

Kirche in Puhoi.


Die Route machte nun einen Schwenk an die Ostküste und an der Bream Bay folgte Strand auf Strand. Ich habe an jedem mindestens kurz angehalten, an den schöneren auch länger.


Langs Beach. Menschenleer.


Besonders mochte ich Langs Beach, klein, aber absolut menschenleer, und, weiter nördlich, den Strand von Matapouri. Der war an diesem Tag mein Favorit. Dort habe ich auch eine kleine, aber doch recht anspruchsvolle Wanderung zum Mermaid Pool unternommen.

Matapouri Beach. Absolut traumhaft.



Mermaid Pool bei Matapouri.


In Whangarei stoppte ich für meinen ersten Wasserfall: die Whangarei Falls. Nicht so spektakulär, aber der Parkplatz wurde von netten Rentnern betreut (Ambassadors) die einem einen Plausch förmlich aufgedrängt haben.

Whangarei Falls. Laut LP die Paris Hilton unter den Wasserfällen.


In Kawakawa habe ich dann die berühmte Hundertwasser-Toilette ihrer Bestimmung zugeführt, bevor ich Richtung Bay of Islands weiterfuhr.

Hundertwasser-Toilette in Kawakawa.


Den guten, ja fast legendären Ruf von Paihia verstehe ich nicht. Das ist einfach nur liebloser Massentourismus. Billige Restaurants, Souvenirgeschäfte und Tourbüros, dazu Unmengen an 20-jährigen Backpackern. Als ich ankam war gerade Niedrigwasser, so dass auch die Bucht nicht viel hermachte. Na ja, vielleicht sieht es morgen ja besser aus.

Vielleicht noch was zu den neuseländischen Straßen: Seit ich den Führerschein habe, habe ich nicht so viel Roadkill gesehen wie am heutigen Tag. Wahnsinn. Kein Wunder ist der Kiwi vom Aussterben bedroht. Seit ich den Führerschein habe, habe ich auch noch nicht so viele Kurven gefahren wie am heutigen Tag. Wenn eine Straße mal mehr als einen Kilometer gerade aus geht, ist das echt ein Wunder.


Neuseeland, Samstag, 11. Februar 2012 auf einer größeren Karte anzeigen

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