Aufgewacht in: Pinnacles Backpackers, Tairua, 2/5
Beim Aufwachen: Sonnenschein! Wenn auch noch mit ziemlich vielen Wolken. Ich setzte mich also gleich ins Auto und fuhr auf die andere Seite der Halbinsel ins
Kauaeranga Valley um den eigentlich gestern vorgesehenen Kauaeranga Kauri Trail in Angriff zu nehmen. Je höher ich kam, desto dichter wurden die Wolken, auf der Passhöhe des SH 25A konnte man keine 30 Meter weit sehen. Direkt nach dem Pass, auf der Luvseite dann strahlender Sonnenschein.
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| Das DOC schildert alles sehr schön aus. |
Im DOC Visitor Centre erkundigte ich mich nach dem Wetter: am Nachmittag eventuell Schauer und Gewitter, ich solle auf jeden Fall mein rain jacket mitnehmen.
Die Fahrt vom Visitor Centre zum Road End Carpark war ein echtes Abenteuer: unsealed road, aber eine von der schlimmsten Sorte mit riesigen Schlaglöchern. Mehr als 20 km/h waren auf keine Fall drin, dazu fuhr ich Schlangenlinien um den schlimmsten Löchern auszuweichen. Wenn die Radkappen nicht mit Kabelbindern festgemacht worden wären, hätte ich zwei davon verloren. Der Autovermieter kennt eben die hiesigen Straßenverhältnisse.
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| Unsealed road: hat nicht einmal Brückengeländer. |
Vom Carpark nahm ich den Webb Creek Track, den schnellsten Weg zum Gipfel. Bei der Wetterprognose wollte ich nichts riskieren. Der Track bestand (gefühlt) fast vollständig aus Stufen, über 7 Kilometer! Es war eine echte Herausforderung.
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| Tausende in den Fels gehauene Stufen... |
Die letzten paar Hundert Meter waren dann eine leichte Kletterpassage. Als ich auf dem Gipfel ankam, lag dieser in Wolken. Aber hin und wieder rissen diese auf und ich bekam einen fantastischen Ausblick über Coromandel.
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| Auf dem Gipfel und über den Wolken |
Da es noch nicht nach Regen aussah nahm ich für den Abstieg den längeren Billygoat Track. Der war wesentlich interessanter, erforderte aber ziemlich Konzentration, was die Trittsicherheit anging. Als ich schließlich wieder am Parkplatz war, stellt ich fest, dass ich nur 18,5 Kilometer zurückgelegt und dafür 5 1/2 Stunden gebraucht hatte. Hatte sich nach mehr angefühlt...
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| Kurz vor dem Gipfel, die Leiter musste man hoch. |
Auch wenn mir die Anlage der Tracks nicht so gefallen hat - zu viele Stufen, zu viele "gepflasterte" Wege - war die Landschaft einfach grandios und der Trail ist deshalb auf jeden Fall empfehlenswert. Gutes, wasserdichtes Schuhwerk würde ich vorraussetzen, bei Regen würde ich den Trail nicht gehen wollen.
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| Es gab auch Hängebrücken. Ich liebe Hängebrücken. |
Ich war ziemlich platt und traute mir eine Fahrt nach Raglan, wo ich eigentlich hinwollte, nicht mehr zu. Also entschied ich, nach Süden, nach Waihi Beach zu fahren, aber auch dort habe ich es nicht hingeschafft. Als ich in
Karangahake eine Toilettenpause einlegte, fiel mein Blick auf einen Backpacker auf der anderen Straßenseite. Nachgefragt, eingecheckt, eingeschlafen.
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