Aufgewacht in: Tamara Lodge Backpackers, Wanganui (4/5)
Der Vormittag war wieder eine Überführungsetappe. Es galt, den letzten Abschnitt meiner Reise auf der Nordinsel, die Fahrt nach
Wellington, hinter mich zu bringen. Ich startete früh, fuhr ohne Halt durch und erreichte Wellington gegen Mittag.
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| CBD von Wellington von Mount Victoria aus. |
Dann begann eine Odyssee, gegen die die Fahrt ein Klacks gewesen war. Es war in der gesamten Innenstadt kein Parkplatz zu bekommen. Am Straßenrand musste man 4 Dollar pro Stunde bezahlen und durfte nur 2 Stunden bleiben, alle Parkhäuser und Parkplätze waren "full". Der CBD besteht aus einem absolut verwirrenden System von Einbahnstraßen und da gerade Mittagspause war, rannten andauernd irgendwelche Schlipsträger über die Straße. Nach einer Stunde brauchte ich eine Pause und steuerte heraus aus dem CBD, nach Süden, in die Island Bay. Hier donnert die Brandung der
Cook Strait gegen die Nordinsel und sie tat das auf absolut beeindruckende Art und Weise. Riesige Wellen und Brecher, und das bei kaum Wind. Wie sieht es hier wohl bei Sturm aus?
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| Island Bay. |
Nachdem ich einige Kekse zu Mittag gegessen hatte fuhr ich an der Küste entlang zurück zum CBD. Dabei entdeckte ich in der Oriental Bay tatsächlich einen kostenlosen Parkplatz ohne irgendwelche Beschränkungen. Na ja, eine gab es doch: bis zum CBD waren es etwa 2 Kilometer...
Ich wanderte also zum Backpacker, checkte ein und kundschaftete die Parkplätze in der Nachbarschaft aus. Kostenlos war absolut nichts zu bekommen, aber wenn die Pendler weg waren, sollte es zumindest Plätze geben, auf denen man mehr als 2 Stunden parken konnte.
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| Government Buildings. Das ist Holz! |
Danach wanderte ich kreuz und quer durch die Stadt und war kurz vor Acht wieder bei meinem Auto. Auf der Fahrt zum Backpacker kam ich an einem Schild "Mount Victoria Lookout" vorbei und steuerte diesen sofort an. Eine gute Entscheidung. Einen besseren Überblick über die Stadt gibt es wohl kaum.
Auf dem Dauerparkplatz bezahlte ich dann 22 NZD für 24 Stunden, Stuttgarter Verhältnisse, und unternahm noch einen ausgedehnten Spaziergang durch das nächtliche Wellington.
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| Die Maori-Kanutradition lebt... |
An der Seafront stieß ich auf ein tolles Kunstwerk: Water Whirler von Len Lye (ja, der aus New Plymouth). Ein etwa zehn Meter hohes, elastisches Kunststoffrohr, vertikal aufgestellt, mit Löchern alle 30 Zentimeter. In dieses Rohr wurde Wasser gepumpt, das durch die Löcher austrat. Starke weiße Scheinwerfer unter dem Rohr machten das Wasser sichtbar, ein Motor bewegte das Rohr in alle möglichen Richtungen und zeichnete so weiße Wasserfiguren in die Luft.
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| Der CBD erinnert ein wenig an die Londoner City. |
Ich mochte Wellington. Von allen Kiwi-Städten, die ich bislang gesehen hatte, war das die einzige, in der ich mir vorstellen konnte, tatsächlich zu leben.
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