Donnerstag, 9. Februar 2012

Coast to Coast Walkway


Heute wurde ich kurz nach Acht von dem heftigen Liebesspiel im Nachbarzimmer geweckt. Fast wie zu Hause. Ich hatte mehr als 12 Stunden geschlafen, mein neuer Rekord, aber es gab ja auch einiges nachzuholen.
Ein Teil des CBD von Albert Park aus gesehen.

Zunächst habe ich mir den "Central Business District" (Downdown) angesehen. Wirkt etwas amerikanisch. Dafür, dass Auckland die größte Stadt Neuseelands ist, ist alles auch recht klein und überschaubar. Größtes Highlight waren die animierten Ampelmännchen.

Am Viaduct Basin begann ich dann den Coast to Coast Walkway. Das ist eine 16 Kilometer lange Wanderung quer über den Isthmus von Auckland - also vom Hauraki-Golf zur Tasmanischen See. Leider ist der Weg ziemlich schlecht ausgeschildert und leider hatte ich keine Karte. Zum Glück sind die einzelnen Wegpunke Vulkane und leicht zu sehen, so dass ich meistens "nach Sicht" navigiert habe.
Blick von Mount Eden.
Der Weg zeigt aber sehr schön die verschiedenen Facetten von Auckland: den CBD, viele Parks und Naherholungsgebiete, dazu öffentliche Einrichtungen wie Museen und Universitäten und natürlich Wohnviertel. Von letzteren die ganze Bandbreite: superteure Villen rings um Mount Eden, in One Tree Hill schicke Mittelklasse-Häuser und am Ende in Onehunga die etwas günstigeren Wohngebiete. Was dabei auffällt: außerhalb des CBD besteht Auckland praktisch ausschließlich aus Einfamilienhäusern mit kleinen Gärten. Ein riesiges Suburbia. Die Parks rings um die Vulkane sind wahnsinnig schön und im Cornwall Park habe ich sogar meine ersten Schafe gesehen!
Meine ersten Schafe in Neuseeland.

In Onehunga kommt man leider nicht direkt zum Manukau Harbour, denn eine Autobahn versperrt den Weg. Stattdessen endet der Walk an einem Polder. Leider war bei meiner Ankunft Ebbe und der Polder komplett trockengefallen. Zurück nach Downtown ging es dann mit dem Bus.
Irgendwie doch angekommen: Ziel in Onehunga Bay.

Der Walk führt auch am Auckland Museum vorbei, wo ich einige Zeit halt gemacht habe. Im Erdgeschoss gibt es Völkerkunde: Maori und und andere polynesische Völker. Im ersten Stock residiert die Naturgeschichte. Man erfährt alles über Tiere und Pflanzen Neuseelands. Highlight in meinen Augen ist die Ausstellung über Vulkane. Demnach ist es keine Frage, ob es in Auckland wieder zu einem Ausbruch kommen wird, sondern nur wann. Abgerundet wird das Ganze durch den simulierten Ausbruch eine Vulkans im Aucklander Hafen, inklusive wackelndem Boden und flackerndem Licht. Im Museum gibt es auch noch einen zweiten Stock, in dem die Militärgeschichte Neuseelands thematisiert wird. Ursprünglich wurde das Gebäude ganz für diesen Zweck gebaut, aber Gott sei Dank hat man den größten Teil inzwischen umgewidmet.
Auckland Museum. Man beachte die militärisch exakte Ausrichtung der Möwen auf dem Brunnen.


2 Kommentare:

mhx hat gesagt…

Endlich Kommentare! :) Wie ich sehe, hast Du den Flug überlebt. Ich hoffe, nach den 12 Stunden hast Du auch keinen Jetlag mehr. ;) An dem Museum bin ich damals nicht vorbeigekommen, aber das Vergnügen mit der "Vulkanausbruchdemo" hatte ich dann später noch in Rotorua. Viel Spass noch!!!

bdb hat gesagt…

Nach den 12 Stunden war ich komplett im neuen Schlafrhythmus drin. Absolut kein Jetlag.

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