Samstag, 10. März 2012

Milford Sound


Aufgewacht in: Parklands Motel, Te Anau (4/5)

Der LP empfiehlt die Milford Road, die Straße von Te Anau zum Milford Sound, um ein Gefühl für die Leere und Einsamkeit von Fjordland zu bekommen. Der Milford Sound ist aber ein Must-See das sich jeder Tourist ansieht. Auf der Straße gibt es so viele Busse, Wohnmobile, Campervans und Autos, dass man sich ganz bestimmt nicht einsam fühlt. Am schlimmsten ist es um die Mittagszeit, wenn die ganzen Busse aus Queenstown ankommen.
Auf dem Milford Sound.
Um dieser Rushour zu entgehen, war ich schon um 8 Uhr losgefahren, aber auch zu dieser frühen Zeit stauten sich bei allen Sehenswürdigkeiten auf dem Weg die Fahrzeuge. Ich fuhr also ohne Halt durch und war nach 2 Stunden in Milford. Ein interessanter Ort. Es gibt einen Flugplatz, eine Lodge, praktisch keine Häuser, mehrere große Parkplätze und ein Bus-/Fährterminal, das aufgrund seiner Dimensionen auch in Auckland hätte stehen können.
Endlich wieder ein Wasserfall. Da ist das Schiff ganz nah ran gefahren...
Ich nahm die Rundfahrt, die als nächstes ablegen würde und landete so auf der "Encounter Nature Cruise" von Southern Discoveries. Die Rundfahrt hieß so, weil ein Guide an Bord noch alles mögliche über die Natur im Sound erzählte. Durch die Erklärungen war die Fahrt recht interessant und kurzweilig. Beliebtestes Fotomotiv war ein Fels mit Robben. Der Fjord selber ist ein Fjord, landschaftlich natürlich sehr schön, aber so etwas ähnliches könnte man in Skandinavien auch bekommen. Einzigartig wird der Sound wohl nur bei Regen, wenn sich Tausende kleiner Wasserfälle ausbilden und über die Felsen stürzen. Leider war der Tag ziemlich trübe, mit tief hängenden Wolken, aber trocken.
Mitre Peak von Wolken umhüllt.
Gegen Mittag war ich wieder im Terminal und es war fast unmöglich dieses zu verlassen. Die Mittagbusse waren angekommen und Menschenmassen wälzten sich mir entgegen. Wahnsinn. Die Rushour im Stuttgarter Hauptbahnhof ist ruhig dagegen...
Auf der Milford Road.
Für die Rückfahrt benötigte ich fast die doppelte Zeit als für die Hinfahrt, weil ich jetzt bei zahlreichen Aussichtspunkten, Wasserfällen und Seen stoppte. Die Anderen hatten diese Stopps wohl schon auf der Hinfahrt gemacht, so dass ich meist alleine war. Alles wieder sehr pittoresk und sehenswert.
Grasland im Eglinton Valley.
Gegen vier war ich wieder in Te Anau. Für die nächsten 3 Tage stand der Kepler-Track auf dem Programm und so besuchte ich einen Supermarkt um mich mit Proviant einzudecken. Ich wusch noch einmal Wäsche und packte meinen Rucksack. Das Wetter ist momentan etwas instabil, was eine Vorhersage schwierig macht. Nass wird es wohl auf jeden Fall werden, es wäre aber durchaus auch möglich, dass ich am Montag durch Schnee wandern muss...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen