Sonntag, 18. März 2012

Aoraki/Mount Cook National Park


Aufgewacht in: High Country Lodge, Twizel (3/5)

Meine gestrige Entscheidung, Aoraki/Mt Cook zumindest aus der Ferne zu betrachten, stellte sich als richtig heraus. Denn heute war er überhaupt nicht zu sehen. Das Wetter war wieder schlechter geworden und die Wolken hingen niedrig. Ich kam gegen 9 Uhr am Besucherzentrum des Nationalparks an und machte mich sogleich auf den Kea Point Walk.
Reste des Muller Glacier.
Kea sah ich keine. Es war vermutlich nicht ihr natürlicher Lebensraum, denn ich hatte sie seither nur auf Parkplätzen gesehen...
Es blies ein ziemlich starker Wind, der aber warm war, und es nieselte leicht. Es machte also richtig Spaß, draußen zu sein.
Kea Point Track.
Vom Kea Point Track nahm ich einen Querweg zum Hooker Valley Carpark von wo aus ich den Hooker Valley Track in Angriff nahm. Das Tal wirkte wohl als Düse, denn der Wind hatte hier Sturmstärke. Er war auch wesentlich kälter und wenn es nieselte, was ab und zu der Fall war, war es als ob kleine Nadeln ins Gesicht stachen. Der Track war sehr abwechslungsreich und machte trotz Wetter viel Spaß. Der Weg führte zum Hooker Glacier Lake in dem kleine Eisberge schwammen. Eigentlich sollte Aoraki/Mt Cook das Bild dominieren, aber außer Wolken war absolut nichts zu sehen.
Hooker Glacier Lake.
Auf dem Rückweg stoppte ich beim Alpine Memorial. Das Denkmal selber war nicht wirklich bemerkenswert, aber rings um den Sockel waren kleine Plaketten angebracht. Eine Plakette für jede Person, die im Nationalpark ums Leben gekommen ist. Vermerkt waren auch die Geburts- und Sterbedaten, der Unglücksort, die Stifter der Plakette und meist ein Sinnspruch. Ich las fast alle und es war doch ein wenig ergreifend.
Zurück beim Besucherzentrum stärkte mich erst einmal mit zwei Krümelmonsterkeksen. Ich habe diese Kekse in diesem Blog noch nicht erwähnt, dabei spielten sie für meine Ernährung hier eine große Rolle. Es  waren Riesencookies, auf deren Packung ein rotes Krümelmonster abgebildet war. Der Slogan war: "For real cookie munchers." Ein Keks machte für mehrere Stunden satt und sie schmeckten extrem lecker. Ich muss mal sehen, ob man die in Deutschland bekommen kann.
Danach fuhr ich zum Tasman Glacier. Unsealed road. Die Straße war trocken, aber es nieselte leicht und das Auto war deshalb nass. Staub und Nässe. Das Auto sah hinterher vielleicht aus. Dabei hatte ich beim Tanken morgens extra noch alle Fenster geputzt.
Tasman Glacier Lake mit Eisberg.
Der Tasman Glacier Lookout bot einen wirklich tollen Ausblick über den Gletscher und den See. Auch auf diesem See gab es kleine Eisberge. Ein weiterer Track führte zu den Blue Lakes, der treffendere Name wäre aber wohl Green Ponds. Diesen Weg kann man sich sparen. Auch der Track zum Tasman River bot wenig Neues.
Da es erst vier Uhr war, fuhr ich zurück zum Visitor Centre. Dieses beinhaltete eine sehr interessante Ausstellung über Aoraki/Mt Cook. Es gab Erklärungen zur Geologie, den Tieren und Pflanzen, den Besteigungen und zur Besiedlung der Gegend. Leider schloss das Zentrum schon um fünf Uhr, so dass ich nicht alles anschauen konnte.
Noch einmal das unglaubliche Blau von Lake Pukaki.
Nach meiner Rückkehr nach Twizel konnte ich nicht wiederstehen. Ich ging noch einmal Käsekuchen essen.

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