Aufgewacht in: Jailhouse Accommodation, Christchurch (4/5)
Tja, da war er nun, mein Rückreisetag. Es war verrückt: ich fühlte mich, als wäre ich erst gestern angekommen. War mein Leben jemals zuvor so schnell verstrichen? Der Abschied von Neuseeland fiel sehr, sehr schwer. Etwas erleichtert wurde er nur durch die Spuren des Herbstes, die jetzt doch nicht mehr zu übersehen waren. Die Aussicht, in den Frühling zu fliegen, hatte zumindest etwas Positives.
Gegen 9 Uhr verließ ich mein Gefängnis. Ich würde bald in ein Arbeitslager auf der anderen Seite der Erde deportiert werden ;-) Vorher hatte ich noch ein wenig Zeit und unternahm einen ausgedehnten Morgenspaziergang durch den botanischen Garten von Christchurch.
Ich tankte ein letztes Mal und gab dann das Auto zurück. Der Ford Focus hatte doch tatsächlich durchgehalten. Er war um eine Radabdeckung ärmer, etwas schmutziger und hatte 8000 Kilometer mehr auf dem Tachometer. Die verlorene Radabdeckung spielte keine große Rolle, "happens regularly", nur der Schmutz sorgte für einen Kommentar "Rather dirty, isn't it?". Na ja, verglichen mit den anderen Fahrzeugen war er das schon. Die hatten sich wohl nicht auf die unsealed roads getraut.
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| Da staunt sogar die Kuh: der Ford Focus hat die ganzen 6 Wochen durchgehalten... |
Der Flug nach Sydney sollte eigentlich um 14:30 Uhr starten, zu dieser Zeit saßen wir aber immer noch am Gate. Die Crew für das Flugzeug fehlte. Es hatte wohl Probleme mit dem Transport gegeben. Fünf nach Halb traf die Crew dann ein und wurde mit einem stürmischen Applaus begrüßt. Wir starteten letztlich mit einer halben Stunde Verspätung.
Der Flug war noch einmal magisch. Es war ein wolkenloser Tag, ich hatte einen Fensterplatz auf der linken Seite des Flugzeugs und konnte so die Mitte und den Süden der Südinsel überblicken. All jene Orte, die ich in den letzten beiden Wochen durchreist hatte, noch einmal im Schnelldurchlauf. Der Pfannkuchen der Canterbury Plains, Lake Tekapo und das unglaubliche Blau von Lake Pukaki, die Southern Alps, dominiert von Aoraki/Mt. Cook, und schließlich die West Coast. Sogar den Franz-Josef-Gletscher bekam ich so noch zu sehen.
Aufgrund der Verspätung hatte ich in Sydney nur noch eine halbe Stunde zum Umsteigen. Ich kam gerade rechtzeitig zum Final Call, die spannende Frage war nur, ob es auch mein Gepäck geschafft hatte. In Sydney blieb übrigens auch mein Taschenmesser. Ich hatte es beim Umpacken in meinem Handgepäckrucksack übersehen und es erst in Christchurch auf dem Flughafen bemerkt nachdem ich mein Gepäck abgegeben hatte. Als ich die Sicherheitkontrolle in Christchurch darauf hinwies, meinten die, ich könne es behalten. Die Aussies waren leider nicht so tolerant. Schade drum.
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| Mit dem Känguru in den Sonnenuntergang. |


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